Warum Darmkrebsvorsorge?

Jedes Jahr erkranken 60.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs. Das müsste nicht sein

Darmkrebs zählt zu den wenigen Krebsarten, die durch frühzeitige Vorsorge fast immer verhindert werden könnten, denn die Vorstufen sind gut erkennbar und leicht zu behandeln. Es kann bis zu zehn Jahren dauern bis sich aus einem harmlosen Polypen ein bösartiges Karzinom entwickelt. Eine einzige Untersuchung innerhalb dieses Zeitraums könnte das verhindern. 

 

Warum betriebliche Vorsorgemaßnahmen?

Vorsorge nützt allen – Mitarbeitern und Betrieben

Vorsorge kann Leben retten. Trotzdem scheuen viele Menschen den Gang zum Hausarzt. Darmkrebsvorsorge– das klingt schon so furchtbar unattraktiv. Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Erkrankungsrisiko jedoch erheblich – das betrifft Menschen, die noch voll im Berufsleben stehen. Mit einfachen Maßnahmen kann der Betrieb erheblich zur Gesundheit seiner Mitarbeiter beitragen und für lebensrettende Aufklärung und Prävention sorgen. Unsere Daten zeigen: 85% der Mitarbeiter mit positivem Befund entscheiden sich aufgrund der in unserem Angebot enthaltenen ärztlichen Beratung für eine weiterführende Untersuchung beim Facharzt.

Aber es profitieren nicht nur die Mitarbeiter: Mithilfe von betrieblicher Gesundheitsförderung können Ausfallzeiten verkürzt und die Leistungsfähigkeit aller Mitarbeiter gesichert werden. Zusätzlich werden die Arbeitszufriedenheit und die Identifikation mit dem Unternehmen gestärkt. Das steigert nicht nur die Motivation, sondern auch die Produktivität. Betriebliche Vorsorgemaßnahmen können damit nicht nur zur Aufwertung des Unternehmensimages beitragen – sie stärken auch die Wettbewerbsfähigkeit des Betriebs. 

Wie läuft die Maßnahme ab?

Information

Über Plakataushänge werden die Mitarbeiter zunächst über die anstehende Aktion informiert. In einem zweiten Schritt erhalten sie per E-Mail und/oder postalisch eine Einladung zur Teilnahme. Neben der persönlichen Ansprache enthält das Anschreiben weiterführendes Informationsmaterial und einen Fragebogen zur Abschätzung des familiären und allgemeinen Darmkrebsrisikos.

Risikoeinschätzung 

Mithilfe der Online-Fragebögen werden die Teilnehmer in drei Risikogruppen eingeteilt. 

Zunächst erhalten alle Mitarbeiter umfassende Informationen über Darmkrebs und Darmkrebsvorsorgemaßnahmen. Das weitere Vorgehen wird daraufhin auf das persönliche Erkrankungsrisiko der Mitarbeiter abgestimmt:

Mitarbeiter mit hohem Risiko werden telefonisch von einem unserer Ärzte umfassend beraten.

Mitarbeiter mit hohem und erhöhtem Risiko werden zudem zur Teilnahme an einem immunologischen Test eingeladen, der Ihnen postalisch zugeschickt wird. Auf ausdrücklichen Wunsch können auch Mitarbeiter mit geringem Risiko an dem Test teilnehmen.

Der Test

Der immunologische Test weist Leitlinienkonformität auf und ist, was Genauigkeit und Anwendung angeht, dem gesetzlich vorgeschriebenen Test weit überlegen.

Er besteht aus einem Röhrchen und einem Plastikstab, mit dem einfach und sauber eine kleine Menge Stuhl aufgenommen und anschließend an unser Labor zurückgeschickt werden kann. Sollte vier Wochen nach Versand der Tests noch keine Probe bei uns eingegangen sein, erinnern wir den betreffenden Mitarbeiter an die Rücksendung. 

 

Bei negativem Befund wird den Mitarbeitern das Ergebnis schriftlich mitgeteilt. Fällt ein Test positiv aus, nehmen wir im Vorfeld telefonisch Kontakt auf. 

Beratung

Die telefonische Beratung wird ausschließlich von unseren approbierten Ärzten durchgeführt. Sie klären die Mitarbeiter umfassend auf und informieren über eventuell weitere nötige Schritte. Bei Bedarf empfehlen sie eine Darmspiegelung, erläutern den Ablauf und nennen den Mitarbeitern geeignete Fachärzte in der Nähe des Betriebes oder dem Wohnort des Mitarbeiters. Die Beratungsgespräche haben sich in der Vergangenheit als äußerst erfolgreich erwiesen: 5 von 6 Mitarbeitern entscheiden sich nach der Beratung für eine Darmspiegelung.

Nachbefragung/Evaluation

Auf Wunsch und bei Einwilligung des jeweiligen Mitarbeiters bieten wir eine kostenlose Nachbefragung an, ob der ärztlichen Empfehlungen gefolgt und der Verdacht bestätigt wurde. Der Betrieb erhält eine statistische Auswertung der Maßnahme – selbstverständlich sind dabei alle Daten anonymisiert.